Yoga bei Endometriose
Was die Stunden anders machen, und was sie nicht können
Kurz zur Sache
Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst. Sie verursacht oft starke Schmerzen, nicht nur während der Regel. Viele haben jahrelang gehört, das sei normal. Es ist nicht normal, und es ist auch nicht eingebildet.
Yoga heilt Endometriose nicht. Was sich verändern lässt, ist, wie der Körper auf den Schmerz reagiert: die Dauerspannung im Becken, der flache Atem, die Vorsicht vor jeder Bewegung.
Was wir üben
- Positionen, die den Bauchraum weit machen, statt ihn zu drücken
- Atem in den unteren Rücken und ins Becken, langsam und ohne Anstrengung
- Loslassen des Beckenbodens. Das ist schwerer, als es klingt, und wichtiger als jede Kräftigung
- Sanfte Bewegung für Hüften, Lendenwirbelsäule und Zwerchfell
- Lange Ruhe am Ende, mit Wärme und Polstern
Was wir nicht machen
Keine intensiven Bauchmuskelübungen, keine tiefen Drehungen an Schmerztagen, kein Durchhalten. Wenn etwas weh tut, lassen wir es. Ich zeige für jede Position eine Alternative, und eine davon ist immer: liegen bleiben.

Im Zyklus üben
Der Kurs ist so aufgebaut, dass du in jeder Zyklusphase mitmachen kannst. Für Tage mit starken Schmerzen gibt es eine eigene Sequenz, die man auch nur mit Wärmflasche in Seitenlage üben kann. Wenn du an einem Kurstag gar nicht kommen kannst, verfällt der Termin nicht; du holst ihn in einem späteren Block nach.
Wenn du unsicher bist
Sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen, bevor du anfängst, vor allem kurz nach einer Operation oder bei einer neuen Hormontherapie. Und schreib mir. Ein kurzes Telefonat vorab kostet nichts und klärt meistens alles.