Warum wir den Beckenboden nicht kräftigen

Bei Endometriose ist der Beckenboden meist zu fest, nicht zu schwach. Das ändert alles an der Übung.

Fast alle, die zu mir kommen, haben irgendwann gehört, sie sollen den Beckenboden trainieren. Bei Endometriose ist das in den meisten Fällen der falsche Weg. Der Beckenboden ist da nicht schwach, sondern dauerhaft angespannt, weil er seit Jahren gegen Schmerz hält.

Ein Muskel, der nie loslässt, kann auch nicht richtig arbeiten. Er wird selbst schmerzhaft, die Durchblutung leidet, und Sitzen, Sex oder Stuhlgang werden unangenehm. Kräftigung macht das schlimmer.

Deshalb üben wir das Gegenteil: den Beckenboden wahrnehmen, ausatmen, sinken lassen. Das klingt einfach und ist für viele die schwierigste Übung im ganzen Kurs. Es dauert Wochen, nicht Tage. Aber es geht.